Von: Andreas Wilhelm An: Oktober 17, 2016 In: Allgemein Kommentare: 0

Der Start der Montségur Akademie wurde 1. Oktober 2016 auf dem Autorentreffen des Montségur Autorenforums bekannt gegeben. Auf einige seit dem wiederkehrende Fragen, möchten wir hier eingehen:

„Ich möchte mich gerne um einen Platz in der Akademie bewerben. Ich habe aber gerade kein aktuelles Projekt, das schon ausgereift ist. Sondern nur eine Idee. Ginge eine Bewerbung dann überhaupt? Mit einem Vielleicht-Projekt?“

Ja, natürlich kann man sich auch mit einer vagen Idee bei der Akademie bewerben. Tatsächlich würden wir darüber sogar sehr freuen, weil man an vagen Ideen im Anfangsstadium besonders schön bestimmte Handwerkszeuge ausprobieren und aufzeigen kann. Wenn das geplante Werk schon sehr weit entwickelt und vielleicht sogar auf hunderten von Seiten geschrieben ist, fällt es häufig schwer, alles mit Abstand neu zu betrachten, zu überarbeiten oder im Zweifelsfall sogar vollständig neu aufzusetzen.

„Am Anfang eines Romanprojektes tue ich mich mit dem Schreiben eines Exposés sehr schwer. Ich habe zwar schon Handlungsteile und ein erstes Wissen über die Figuren, aber ich verfasse eher suchende Ideenbeschreibungen als hieb- und stichfeste Exposés. Ich würde mich aber sehr gerne um einen Platz in der Montségur Akademie bewerben. Geht das auch ohne Exposé, nur mit einer Beschreibung meines Romanvorhabens?“

Ein Exposé ermöglicht uns, auf wenig Raum den Kern der Geschichte zu erfassen, und es gibt uns darüber hinaus einen Einblick in das Verständnis des Autors seiner eigenen Geschichte. Hier verstecken sich das Thema, der zentrale Konflikt und oft auch die Motivation – wenn das Exposé gut geschrieben ist. Häufig ist es allerdings so, dass sich genau dies erst bei der Ausarbeitung des Stoffes wirklich herauskristallisiert. Zudem ist das Schreiben eines Exposés eine Kunst für sich. Daher freuen wir uns zwar, wenn wir ein Exposé bekommen können, wenn es aber nur eine zu diesem Zeitpunkt bestmögliche Beschreibung des geplanten Vorhabens ist, ist das ebenfalls ausreichend.

„Ist die Akademie nur für literarische Texte gedacht, oder kann ich auch mit einem Genreprojekt teilnehmen?“

Die einzelnen Bausteine sind für jede Art von belletristischem Text wertvoll. Welches Gewicht die jeweiligen Aspekte schließlich bekommen, ist natürlich vom einzelnen Projekt abhängig. Wir propagieren keine alleinige Vorgehensweise und keinen singulären Stil, sondern uns liegt es daran, jede Geschichte individuell auf die für sie bestmögliche Weise zu erarbeiten und stilistisch zu verfeinern.

„Habe ich auch außerhalb der Wochenendseminare Gelegenheit, mich mit den anderen Teilnehmern oder den Dozenten auszutauschen?“

Ja, das ist nicht nur möglich, sondern wird ausdrücklich gefördert. Die Dozenten stehen mit den Teilnehmern zwischen den Seminaren im engen Kontakt, kommentieren Hausausgaben, geben Feedback und beantworten Fragen. Und auch die Teilnehmer lesen gegenseitig ihre Arbeiten und tauschen sich untereinander aus.

„Was ist, wenn ich am Ende der zwei Jahre noch nicht mit dem Roman fertig bin? Werde ich dann allein gelassen?“

Je nach Umfang ist es durchaus möglich, dass das Werk am Ende der Akademierunde noch nicht abgeschlossen ist. Wir konzipieren gegen Ende der Akademierunde eine freiwillige Projektwoche für die Teilnehmer, während der intensive Textarbeit möglich ist. Je nach Bedarf bieten wir selbstverständlich auch ein weiterführendes Mentoring für einzelne oder mehrere Teilnehmer an.

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