Werkstattjournal für alle, die Romane schreiben

Im Werkstattjournal geht es um Fragen, die beim Schreiben von Romanen früher oder später auftauchen: Warum hat ein Romananfang keinen Sog, warum verliert eine Szene plötzlich ihre Kraft, warum bleibt eine Figur blass, obwohl sie doch eigentlich alles mitbringt? Es geht um Romananfänge, Figuren, Dramaturgie, Sprache und typische Stolpersteine. Und natürlich um den Literaturbetrieb: Verlage, Agenturen, Buchmarkt.

Das Journal ist eine offene Tür in die Werkstatt: mit Beobachtungen, Beispielen und Fragen, die beim Schreiben weiterführen. Manche Texte schauen auf das Handwerk, andere auf die psychologische Tiefenstruktur einer Geschichte, wieder andere auf Kriterien, nach denen Manuskripte im Literaturbetrieb gewählt werden.

Denn Romane schreiben heißt nicht nur, schöne Sätze zu finden. Es heißt auch, Entscheidungen zu treffen: worum es wirklich geht, welche Figur diese Geschichte tragen kann und ob ein Manuskript dort ankommt, wo es hingehört.

Das Geständnis, das jeder Romananfang ablegt

Man sagt, der Romananfang ist ein Versprechen an die Lesenden. Ich glaube, er ist ein Geständnis.
Ein Geständnis, wie sehr du deiner Geschichte vertraust – oder eben nicht.

Stell dir vor, du bist auf einer Geburtstagsfeier. Du kennst … weiterlesen

Warum ein Manuskript abgelehnt wird

Warum ein Manuskript abgelehnt wird, bleibt im Literaturbetrieb oft ein Geheimnis. Du bekommst in der Regel keine Absage mit Begründung, sondern entweder eine Standard-E-Mail oder gar keine Antwort. Ich nehme dich jetzt mit auf einen Rundgang durch den Literaturbetrieb… weiterlesen

Vulnerability Hangover

Viele Autor:innen kennen diesen Moment: Sie schreiben, sind im Flow und plötzlich: Notbremse.
Eine Szene fühlt sich an, als hätte jemand die Schutzschicht deiner Sprache abgezogen. Keine Distanz mehr, keine Deckung, kein literarischer Filter. Nur Haut. Oder eher: keine mehr. Ein Zustand, in dem deine Figur spricht, bevor du sie zensieren kannst. Weiterlesen